Kunden im Einzelhandel, die über Kassensysteme im Supermarkt oder an der Registrierkasse in einem Fachgeschäft bargeldlos mit der EC- oder der Kreditkarte zahlen, machen sich möglicherweise leichtfertig nicht Ausreichend Gedanken über die Datensicherheit. Schließlich werden bei der bargeldlosen Kartenzahlungen intime Bankdaten preisgegeben. Von heute bis zum kommenden Donnerstag findet in Bonn der elfte deutsche IT-Sicherheitskongress statt. So mancher Hacker ist in Unternehmen angestellt und deckt auf ganz legalem Weg Schwachstellen in Computersystemen auf. Ob das auch Unternehmen des Einzelhandels oder Kassenhersteller tun, um ihre Kassensysteme zu verbessern, konnte für diesen Artikel nicht recherchiert werden. Aber das vorausgesetzt, wäre es sicher für alle von enormem Vorteil. Denn schließlich sind Kassensysteme in gewisser Weise auch Computeranwendungen, die bei bargeldloser über eine offene Telefonleitung Daten mit Banken abgleichen und zu zahlende Beträge von Bankkonten der Kunden abbuchen. Da ist es durchaus möglich, dass Hacker von außen in die Kassensysteme eindringen und Daten entwenden können, ohne das Einzelhandel und Kunde dies bemerken. Es ist aber zu vermuten, dass Kassenhersteller ihre Kassensystem soweit sicher entwickeln und zur Verfügung stellen, dass Datensicherheit weitestgehend gewährleistet ist. Natürlich sind Hacker häufig einen Schritt voraus und finden immer wieder Zugang, auch an die Kassensysteme des Einzelhandels. Es werden, insbesondere von großen Einzelhandelsbetrieben und von namhaften Kassenherstellern, auch Hacker beauftragt, um Sicherheitslücken der Kassensoftware moderner Kassensysteme zu entdecken. Denn je eher diese Schwachstellen auf legalem Weg erkannt werden, umso schlechtere Chancen haben illegale Angreifer. Im Jahr 2007 wurden 63.000 Fälle von Kriminalität im Internet vom Bundeskriminalamt entdeckt. Und das ist besorgniserregend. Andererseits ist in vielen Fällen, auch bei Datenkriminalität im Bereich Kassen und Kassensysteme, nicht die Technik die Schwachstelle, sondern die Mitarbeiter selbst. Als Handwerker verkleidet kann man sich viele Wege freimachen und mit dem Hinweis, technische Probleme beseitigen zu müssen, ebenso viele Passwörter für verschiedenste Computer-, Rechen- und Kassensysteme bekommen. Es ist absehbar, dass die Internetkriminalität steigen wird, da immer mehr Geschäfte online vonstatten gehen und wohl auch immer mehr Kunden im Handel bargeldlos mit der Karte zahlen werden. Allerdings ist es natürlich auch wichtig, dass die Anwender und Nutzer moderner Kassensysteme die Geräte an sich gut beobachten. So können beispielsweise auch die Kartenlesegeräte manipuliert werden. So mancher Händler hat sich vielleicht schon über einen Einbruch gewundert, wobei keine Waren entwendet wurden. Da sollte jeder misstrauisch werden und die Geräte der genutzten Kassensysteme genau untersuchen. Denn Kartenlesegeräte können mit einem Aufsatz versehen werden, der die Bank- und Kreditkarten auslesen und die Daten verwerten kann. Allein dadurch können Unbefugte auf zahllose Bankdaten nichts ahnender Kunden zugreifen und eine erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten.
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